BUND Region Hannover

OG Pattensen

Seit 2006 gibt es als neue Ortsgruppe im BUND Region Hannover die Ortsgruppe Pattensen. Hier sind Ehrenamtliche unterschiedlichen Alters mit vielfältigen Interessen aktiv.

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Unsere selbst bestimmten Schwerpunkte für die regionale Arbeit

  • Wir mischen uns ein: Kritische und konstruktive Bewertung der kommunalen Umwelt- und Naturschutzpolitik wie beispielsweise den Schutz typischer Arten der Agrarsteppe (Feldhamster u.a.)
  • Stellungnahmen zu Verfahren, an denen der BUND nach dem Niedersächsischen Naturschutzgesetz beteiligt wird (Planfeststellungsverfahren, Bauleitplanung u.a.)
  • Beteiligung an Klimaschutz - Maßnahmen. Völlig unausgeschöpft sind die Potentiale für Photovoltaik auf Wohn-und Gewerbebauten. Hier ist eine Sonnenoffensive wünschenswert! Beispielsweise auch durch Festlegung in B-Plänen für Gewerbe und Wohnhäuser; aber auch für Gebäude im Außenbereich. Bei der Neuplanung von Windkraftanlagen ist auf den Artenschutz zu achten; insbesondere den Rotmilan, der in der Börde den europaweit wichtigsten Lebensraum hat. 
  • Projekte zum Anpacken wie z.B. die Betreuung der Pachtwiese am Staatsarchiv sowie auf Anfrage kleine Führungen für Schulen und Kindertagesstätten (Schmetterlinge erfassen, Blütenpflanzen bestimmen)
  • Durchführung einer alljährlichen Nutzpflanzen - Börse mit alten Sorten (Tomaten, Paprika, Salat u.a.) im Frühjahr (Mai). Wer mitmachten will, helfen bei den Börsen oder bei der Erhaltung alter Sorten auf einer Ackerfläche in Pattensen, möge sich bitte wenden an d.wohlatz(at)gmx.de Termine und mehr Informationen dazu auch unter Nutzpflanzenvielfalt
  • Anpacken und Planung von Zukunftsprojekten wie bei der Anlage und Betreuung artenreicher Streuobstpflanzungen in der Kulturlandschaft. Wir haben bereits zwei Streuobstreihen gepflanzt: Eine am Hüpeder Bach (im Jahr 2010) mit alten Obstsorten, u.a. Apfelsorten, die auch Allergiker verträglich sind im Gegensatz zu vielen Neuzüchtungen.  Die zweite Streuobstreihe mit 20 Bäumen gemeinsam mit dem Ortsrat Koldingen und Koldinger Bürger*innen im Jahr 2016 und im Herbst 2019 noch ein weiterer Apfelbaum als Hochzeitsbaum.
  • Anlage von Wildblumenwiesen und Säumen mit zertifizierten regionalem Wildblumensaatgut. So hat sich die Wildblumenwiese in Koldingen zwischen den Bäumen mittlerweile gut entwickelt. Weitere Anlagen von Wildblumenwiesen sind  auf öffentlichen Flächen in Zusammenarbeit und Absprache mit der Stadt Pattensen geplant.
  • Umgestaltung einer Brache am Fuchsbachtal neben dem Park hinter dem Pflegestift. Wir haben gemeinsam mit dem NABU im Ortsrat Pattensen ein Konzept vorgestellt für eine Optimierung der Fläche. Siehe dazu die folgenden Dokumente und Plan zum Download.

BUND Region Hannover - Spendenkonto

Kontoinhaber:   BUND Hannover
IBAN:   DE78 2501 0030 0045 7663 00
Kreditinstitut:    Postbank Hannover
Zweckbindung: Für BUND Ortsgruppe Pattensen

Kontakt

Carola Böse-Fischer, Tina Steinberg und Sibylle Maurer-Wohlatz

Sprecher*innen
E-Mail schreiben Mobil: 0160-84 16 523

 

 

Sibylle Maurer-Wohlatz

Naturschutzbeauftragte
E-Mail schreiben Mobil: 0160 8 416 523

 

 

Aktuelles

Mehr Artenvielfalt für Straßenbegleitgrün und Ackerrandstreifen

Juli  und August 2020. Einen Aufruf an alle Zuständigen für die Pflege von kommunalen und Kreisstraßen sowie Ackerrandstreifen hat die BUND Ortsgruppe und die Naturschutzbeauftragte an die Pattenser Landwirt*innen, die Kommunalverwaltung der Stadt, die Untere Naturschutzbehörde, die Verkehrsbehörde der Region Hannover, die Niedersächsische Landwirtschaftskammer sowie andere Interessierte gerichtet mit dem Vorschlag einen "Runden Tisch im Freien" - coronabedingt - zu veranstalten. Am 8.Juli und am 26. August 2020 haben sich die  Vertreter*innen der oben genannten Verbände bisher getroffen. Die Beteiligung war sehr gut und die Vorschläge für ein gemeinsames Handeln vorwärtsweisend. Es waren die Vertreter*innen aller Realgemeinden von Pattensen vertreten sowie Koldinger Landwirte.

Hintergrund: die BUND Ortsgruppe befürchtet, dass wie im Vorjahr alle Seitenstreifen im Juli auf einmal gemäht werden und dann keine Blüten mehr für Insekten vorhanden sind. Die Blütenvielfalt hat bereits stark abgenommen. Wir wollen gemeinsam nach Lösungen suchen, um hier Abhilfe zu schaffen. Eine wesentliche Maßnahme ist, dass nicht alle Seitenstreifen mehr oder weniger zeitgleich gemäht werden. Wo die Ernte noch lange nicht ansteht, wie bei Rüben oder Kartoffeln, können die Seitenstreifen stehen bleiben. Ein weiterer Vorschlag ist, die Seitenstreifen wieder abzumagern, indem das Mähgut abgetragen wird und so Blütenpflanzen wieder eine Chance bekommen, denn zurzeit sind weite Ackerrandstreifen sehr artenarm mit dichten Gräsern bewachsen. Wildbienen, die besonders bedroht sind, fliegen hingegen nur 200 bis 500 Meter weit von ihrem Brutplatz entfernt, um Pollen und Nektar zu suchen. Die Verbesserung der Artenvielfalt vom Frühjahr bis zum Spätsommer ist daher ein wichtiges Anliegen, um dem Insektenschwund entgegen zu wirken. Weitere Maßnahmen wurden im "Niedersächischen Weg" beschlossen, die sicherlich auch in Pattensen umgesetzt werden.

Vorbildlich ist auf jeden Fall, dass sich bereits lange vor der Verabschiedung des Niedersächsischen Weges freiwillig und kooperativ viele in Pattensen miteinander konstruktiv ins Gespräch gekommen sind. Entsprechend wurde es auch in einem Artikel in der Zeitschrift "Land und Forst" Ausgabe 31/2020 hervorgehoben.

 

 

Ein neuer Acker zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt in 2020

Juni 2020. Die verpachteten Gemüsebeete von "DAS gemüse BEET" der Landwirtschaftsfamilie Tina und Christian Redeker haben sich prachtvoll entwickelt und werden fleissig von den Pächter*innen gepflegt. Hinter der Fläche hat die BUND Ortsgruppe Pattensen einen neuen Acker zur Erhaltung alter Nutzpflanzensorten angelegen dürfen dank der guten Zusammenarbeit mit Fam. Redeker. Für Wildbienen und andere Insekten wurden zudem Blumen ausgesät, die dort gut besucht wurden bis Ende Oktober aufgrund der warmen Witterung. Im Sommer wurde eine Führung über die Ackerfläche veranstaltet. Wer Interesse hat in der kommenden Saison bei der Erhaltung alter Sorten und der Pflege der Ackerfläche mitzumachen, möge sich bitte melden bei d.wohlatz(at)gmx.de.

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