Burgwedel/Wedemark

Moorrenaturierung im Oldhorster Moor 2025

Damit wieder mehr Wasser im Oldhorster Moor verbleibt, müssen die aufkommenden Birken und Kiefern entfernt werden. Sie entziehen dem Torfkörper das Wasser und trocknen das Moor zusätzlich aus. Um das zu verhindern, haben wir zu Beginn des Jahres eine kleine Testfläche angelegt. Dort wurden die aufkommenden Gehölze und deren Wurzeln mit einer Fräse entfernt. Nachdem wir bereits nach kurzer Zeit feststellen konnten, dass sich die Testfläche hervorragend mit moortypischer Vegetation entwickelt, haben wir nun großflächig eine Wurzelfräse im Moor eingesetzt. Das schwere Gerät verlangte viel Teamarbeit und Einsatz – doch die Mühe hat sich gelohnt! 

Jetzt können sich Torfmoose, Rauschbeeren, Sonnentau, Wollgräser und Moosbeeren ungestört entfalten. Durch das Entfernen der Birkenwurzeln und das Anlegen kleiner Verwallungen bleibt der Niederschlag besser auf der Fläche und fördert die Wiedervernässung. 

Zusätzlich konnten in den angrenzenden Bereichen bereits im Sommer weitere Flächen bearbeitet werden. Gemeinsam mit dem „Bergwald Projekt“ wurden bei über 36 °C mit 18 Freiwilligen zahlreiche Birken entfernt, um wieder mehr Licht und Feuchtigkeit zurück ins Moor zu bringen. Diese ehrenamtlichen Helfer*innen schenkten eine Woche ihres Urlaubs für ökologisch wertvolle Projekte. Dafür sind wir sehr dankbar und freuen uns auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr!

Kontakt

Claudia Gundert-Fröhlich | Sprecherin
E-Mail claudia.gundert-froehlich(at)bund.net

Michael Krelle | Naturschutzbeauftragter Burgwedel
E-Mail michael.krelle(at)bund.net

E-Mail Ortsgruppe burgwedelwedemark(at)bund-region-hannover.de

Neu in der Ortsgruppe: Beratung rund um den Igelschutz

Jennifer Grimm | Igel-Beraterin
E-Mail grimm-jennifer(at)web.de, Tel. 01516-1250302

Andrea Pannes | Igel-Beraterin
E-Mail andrea.pannes81(at)gmail.com, Tel. 0152-4163614

Moorpflegeeinsätze im Oldhorster Moor

Die Faunistische Arbeitsgemeinschaft Moore (FAM) des BUND Landesverbandes und die Ökologische Schutzstation Steinhuder Meer (ÖSSM e.V.) bitten auch dieses Jahr um tatkräftige Unterstützung bei den Pflegeeinsätzen in der Hannoverschen Moorgeest.

Auch für das Oldhorster Moor östlich von Hannover finden diverse Termine zur "Entkusselung" statt. Das überwiegend bewaldete Hochmoor ist stark entwässert. Stellenweise zeigen aber noch hochmoortypische Pflanzen und Torfmoose das vorhandene Potential zur Aufwertung an. Hier wollen wir ansetzen und Stück für Stück offene Hochmoorlebensräume entwickeln!

Warum? Durch Entwässerung und unnatürlich hohe Nährstoffeinträge aus der Luft nimmt die Bewaldung stetig zu, wodurch die negativen Prozesse weiter verstärkt werden. Als Folge werden der Torfkörper zersetzt und Treibhausgase freigesetzt, die den Klimawandel weiter anheizen! Intakte Moore speichern dagegen CO2, sogar weitaus mehr als Wälder. Bei der notwendigen Entkusselung werden daher die aufkommenden Birken und Kiefern entfernt und das offene Ökosystem Hochmoor am Leben erhalten. Moorschutz ist Natur- und Klimaschutz!

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