BUND Region Hannover

Wanderbaumallee Hannover

Klimawandel, sich erhitzende Städte, Versiegelungen - grüne urbane Infrastrukturen sind wichtiger denn je. Dazu zählen auch schattenspendende Bäume auf Plätzen und an Straßenrändern. Die Aktion Wanderbaumallee will an verschiedenen Orten in Hannover auf diese Themen aufmerksam machen.

Wanderbaumallee 2023

Auch in diesem Jahr starten unsere Ehrenamtlichen mit den Wanderbäumchen durch

Verkehr und parkende Autos beherrschen heute das Stadtbild in den meisten Quartieren. Damit soll nach Meinung der Aktionsgruppe Wanderbaumallee des BUND Region Hannover Schluss sein: Die Gruppe wirbt für einen menschen- und klimagerechten Umbau des öffentlichen Raumes. Das Ziel bestehe darin, durch mehr Grün, Entsiegelung überdimensionierter Verkehrsnebenflächen und weniger Autos das Klima und die Aufenthaltsqualität in den Stadtbezirken zu verbessern und diese zugleich an die Folgen der Erderwärmung anzupassen.

„Denn mit der Wanderbaumallee bringen wir nicht nur Bäume in die Straßen und auf die Plätze, sondern machen diese für eine bestimmten Aktionszeitraum zu grünen Verweil- und Begegnungsorten und erhöhen damit die Aufenthaltsqualität”, argumentieren die Sprecher der Aktionsgruppe, die bereits 2019 gegründet wurde.

Nach zwei erfolgreichen Aktionen in den vergangenen beiden Jahren geht es auch in diesem Jahr weiter. Fünf Stationen im Stadtgebiet sind vorgesehen. Begleitet wird die Wanderung der Bäume durch eine bunte, fröhliche Parade. Vor Ort gibt es an den Wochenenden ein kleines Kultur- und Musikprogramm. Mit diesem Aktionsformat sollen diese Ziele erreicht werden:

  • Sensibilisierung von Anwohnern in den Stadtquartieren für mehr Bäume in ihrem Wohnumfeld.
  • Reduzierung von Verkehr und Verkehrslärm
  • Mehr Fläche für nicht-motorisierten Verkehr und Fußgänger
  • Schaffung von Kommunikations- und Begegnungsräumen
  • Eine Verbesserung der Aufenthaltsqualität und des Klimas im städtischen Raum

Wie könnt ihr die Wanderbaumallee untersützen?

Um unser Projekt weiter umsetzen zu können, benötigen wir personelle, als auch finanzielle Unterstützung. Wir freuen uns über jede Spende und Unterstützung! 

Treemover für Wanderbaumparaden gesucht! Kontakt: mag.koehler2@gmail.com, 
Spenden an Postbank Hannover, IBAN: DE78 2501 0030 0045 7663 00, Stichwort: Wanderbaumallee

Spendenbescheinigungen werden ausgestellt. Vielen Dank! 

Kontakt

Michael Köhler, Horst Köhler, Gerd Wach


E-Mail schreiben


Das Projekt wird durch die Stadtverwaltung Hannover unterstützt, insbesondere durch die Fachbereiche Umwelt und Stadtgrün und die Kommunale Baumschule sowie durch den Mobilitätsbeauftragten der Stadt.

Das Projekt wird von der BINGO Umweltstiftung gefördert.

Termine

Wanderpausen

  • Ab dem 3. Juni bis zum 14. Juli findet ihr unsere Wanderbäume am Marktplatz an der Marktkirche.
  • Vom 14. Juni bis 8. Juli geht es dann zur Ostermannstraße in der Südstadt.
  • Vom 8. bis 29. Juli stehen die Bäume dann in der Grotestraße in Linden.
  • Vom 29. Juli bis zum 26. August wandern die Bäume dann zur Lister Meile, bzw. zum Weißekreuzplatz.
  • Vorletzter Stopp ist bist zum 17. September der Niedersachsenring/Ferdinand-Wallbrechtstraße.
  • Der letzte Stopp ist die Paulstraße in der Nordstadt, passend zu den Autofreien Tagen der Stadt Hannover.

Alle Aktionen vor Ort findet ihr auf Instagram, via facebook und auf www.wanderbaumallee-hannover.de

Rückblick 2022

Mehr Stadtbäume für Hannover!

Nach einem erfolgreichen Start für die Wanderbaumallee 2021 war’s für unsere engagierten Treemover und Organisator*innen klar – wir machen weiter! Also wurde über den Winter getüftelt und geplant… was können wir besser machen? Während die Wanderbäumchen in ihrem Winterquartier in der Nordstadt der Kälte entfliehen könnten, haben unsere Aktivist*innen nach neuen Standorten gesucht. Und dann war’s soweit! Der Frühling schickt uns die ersten Sonnenstrahlen und unser AG startete durch: Die Wanderbaumwagen wurden hervorgeholt und geputzt, danach konnten die Bäumchen endlich wieder präsentiert werden.

Auftaktveranstaltung: Vom Winterquartier zur Goseriede

Los ging es am 11. Juni mit einer bunten Parade vom Winterquartier in der Nordstadt quer durch die Innenstadt zum Goseriedeplatz. Begleitet wurde die Wanderung der Bäume jeweils durch ein buntes und aufmerksamkeitsstarkes Rahmenprogramm, das die Bürger*innen dieser Stadt für den Klimawandel sensibilisiert und sie zum Gespräch über notwendige Konzepte zur Klima-Anpassung und Modernisierung in urbanen Räumen einlädt. Dazu gehört neben der Begrünung Hannovers auch die Mobilitätswende, die unverzichtbar ist für die nachhaltige Verbesserung des Stadtklimas und der Aufenthaltsqualität. Nicht nur in der City, sondern auch in den stark verdichteten Stadtteilen, die über keine ausreichenden Freiräume verfügen und daher einer erhöhten bioklimatischen Belastung ausgesetzt sind.

Weiter geht's zum Opernplatz

Weiter ging es am 2. Juli von der Goseriede zum Opernplatz. Begleitet von toller Musik, leckerem Kaffee und viel guter Laune konnten wir den stark versiegelten Platz für einige Wochen begrünen. Besonders während des Weinfestes wurden unsere Wanderbäumchen gerne zum Sitzen genutzt.

Auf nach Kleefeld!

Am 23. Juli ging es vom Opernplatz dann nach Kleefeld.

Auf zur letzten Station in Vahrenwald-List

Die engagierten Aktivist*innen sind am 20. August zur vorerst letzten großen Station der Wanderbaumallee spaziert. Hier stehen die Bäumchen bis zum 10. September in der Voltastraße in Vahrenwald-List. Vor allem von den Nachbarn wurde der temporär begrünte „PARKraum“ mit großer Freunde genutzt. Wie schön!

Rückblick 2021

Das erste Mal "Wanderbaumallee in Hannover"

Wie können wir unsere Stadt, unsere Stadtteile lebenswerter gestalten, hat sich vor rund einem Jahr eine Gruppe umweltbewegter Menschen gefragt und schnell die Antwort gefunden: „Durch mehr Bäume in der Stadt.”

So wurde im Oktober 2020 die »Aktion Wanderbaumallee « aus der Taufe gehoben. Ihr Ziel ist es, Straßen und Plätze in verschiedenen Stadtbezirken Hannovers durch Wanderbäume mit Sitzgelegenheiten temporär zu begrünen und Verweilorte zu schaffen, an denen die Bürger*innen ganz direkt erleben können, wie sich ihr Leben in der Stadt durch mehr Grün nachhaltig verbessert – optisch, akustisch, klimatisch und sozial.

 

Viel Arbeit, viel Spaß und viel Zuspruch

Bevor die Bäume durch Hannover wandern konnten, mussten zunächst die Baumwagen gebaut werden. Dank ausgeklügelter Konstruktionspläne von der Wanderbaumallee Stuttgart hat das nicht nur super geklappt, sondern allen auch sehr viel Spaß gemacht. Parallel wurden die Route für den Umzug der Wanderbäume an ihren ersten Standplatz geplant und die notwendigen Genehmigungen bei der Stadt und der Polizei eingeholt. Am 17. Juli 2021 ging’s dann los: Acht Wanderbäume wurden in einer fröhlichen Parade von der Christuskirche zur Goseriede geschoben, wo sie vierzehn Tage lang die Hannoveraner*innen einluden, sich auszuruhen, zu klönen oder einfach nur das Treiben um sie herum zu beobachten. Ein Angebot, das gern angenommen wurde. Und das nicht nur an der Goseriede, sondern auch an den drei weiteren Standorten, an denen die Wanderbäume im Laufe dieses Jahres Station machten. Dazu trug sicherlich auch die Happy Tree Hour bei, mit der zwei Mitglieder der Wanderbaumallee jeden Freitagnachmittag gute Laune verbreiteten.

Nachdem viel Fleiß und Schweiß in die Produktion der Holzmodule gesteckt wurde, und die passenden Bäumchen ausgewählt wurden, konnte es endlich losgehen. Es folgten laute Paraden durch die Innenstadt, musikreiche "Happy-Tree-Hours" mit entsapnnten Elektro-Beats, sowie viele Interessierte vor Ort. 

Positive Resonanz

Die Resonanz auf die Wanderbäume war großartig – auch in der örtlichen Presse und in der Politik und hat unter anderem dazu geführt, dass der Bezirksrat Vahrenwald-List mit Mehrheit beantragt hat, dass auf der gepflasterten Fläche an der Ecke Kollenrodtstraße/Ecke Ferdinand-Wallbrecht-Straße mindestens zwei Bäume gepflanzt und eine Bank aufgestellt werden. Es gab außerdem viele Anfrage, die Wanderbäume für verschiedene Veranstaltungen zur Verfügung zu stellen – nicht immer konnten die Aktivist*innen diese erfüllen, obwohl sich immer mehr Menschen der Aktion angeschlossen haben. Doch jede Baumwanderung ist mit großem organisatorischen und logistischen Aufwand verbunden, sodass sie wohlüberlegt ausgewählt und geplant werden müssen. Fazit: Die Wanderbaumallee war alles in allem eine Erfolgsgeschichte und wird fortgeführt, darin waren sich alle Aktivist*innen nach einem kritischen Rückblick auf ein Jahr Wanderbaumallee Hannover einig. Und bis die Bäume im nächsten Jahr wieder auf Wanderschaft gehen, überwintern sie in der Kommunalen Baumschule.

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