BUND Region Hannover

Wie unsere beiden Kitas zu der Kleingartenpatenschaft gekommen sind

Als der BUND auf uns 2018 zuging mit dem Angebot mit Kita gemeinsame Projekte in einem nahe gelegenen Schrebergarten zu machen, war das für uns zunächst eine willkommene Abwechslung. Nach zwei Gartensaisons war uns klar, dass wir die Gartenbesuche mit den Kindern nicht mehr missen wollen und waren gemeinsam bereit, den Schritt in die erste hannoversche Kleingartenpatenschaft zu wagen. Vielen Dank an dieser Stelle für all die Unterstützung bei diesem Schritt an den Kleingärtnerverein Herrenhausen-Burg, insbesondere an Michael und Sabine Wefing sowie den Wegewart Frank Schumann. Vielen Dank auch der Niedersächsischen Bingo Umweltstiftung für die Chance, die unsere Kitas durch die Projektbegleitung des BUND bekommen haben.

Zachäus Kids

Unser Kindergarten (Zachäus Kids) ist in dem Stadtteil Hannover –Burg beheimatet und gehört zur Zachäus Kirchengemeinde. Besucht wird unsere Kita von 65 Kindern zwischen drei und sechs Jahren aus Familien russischer, polnischer, kroatischer, arabischer, türkischer, afrikanischer und deutscher Herkunft. Vom Kindesalter an kulturelle Vielfalt zu erleben und sie als bereichernd zu erfahren, gehört zu unserem Konzept. Unsere Kleingartenpatenschaft haben wir ebenfalls in unsere Kita-Pädagogik konzeptionell integriert.

Warum wir nach zwei Jahren Kleingartenpatenschaft weitermachen wollen

Über alle Landesgrenzen hinweg verfolgen diese Kinder die gleichen Interessen und hegen die gleichen Bedürfnisse. Sie möchten die Welt begreifen und verstehen, sie spielen gerne mit anderen Kindern.  Dies alles geschieht sehr kreativ, vor allem mit den Sinnen und durch viel Bewegung. Genau hier liegt auch der Zugang für dir pädagogische Arbeit in unserem Projekt die Gartenkosmonauten.

Eine unter die Nase gehaltene Bohne wird zum Schnurrbart, der bekletterte Baum zum Piratenschiff, oder Sand, Blätter, Baumrinde und Grasschnitt sind die Zutaten für eine leckere zu kochende Suppe. Im Spiel und als Helfer bei der Gartenpflege lernen unsere Kinder grundlegend ökologische Zusammenhänge und Aufgabenstellungen kennen. Da viele Kinder in Mehrfamilienhäusern leben und sich wenig in einer „natürlichen“ Umgebung aufhalten, sind die Ausflüge in „unseren“ Schrebergarten und die erlebten Verbindungen zur Natur von unschätzbarem Wert für unsere Kinder…gerade in dieser schwierigen Zeit der Corona – Maßnahmen. Aus all diesen Gründen wollen wir weiter machen und unterstützen auch den Aufbau Lerngartennetzwerkes Hannover.

Verena Stampehl und Joachim Heyrath 

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