#1 Rechenzentren? Braucht man die?

13. Oktober 2026

Ein Kommentar von unserem Vorstandsmitglied Dr. Bernd Alt

Na ja, wie viele Menschen bei uns mag es geben, die kein Handy haben, keine E-Mails schreiben, keine Cloud oder „soziale“ Medien nutzen, keine Videos oder Musik streamen und sich nicht an Online-Gaming beteiligen? Wer macht außerdem niemals Online-Einkäufe oder chattet nie? Alle diese Alltags-Gewohnheiten vieler Menschen werden über Rechenzentren abgewickelt, und deren immer riesigere Leistung erzeugt immer mehr Verbrauch: Energie, Wasser, Fläche, Rohstoffe für Gebäude, Computer und sonstige technische Ausstattung, Dieselkraftstoff für Notstromaggregate, Seltene Erden für gigantische Batteriespeicher, die der unterbrechungsfreien Stromversorgung dienen. Dazu kommen Windkraftanlagen und Solarparks für die Versorgung mit Strom aus erneuerbaren Energien. Allein das aktuell geplante Rechenzentrum im nahegelegenen Mehrum würde im Endausbau mit 550 Megawatt Leistung bei Betrieb mit reinem Ökostrom mindestens ca. 250 der größten derzeit verfügbaren Windräder mit 230 m Nabenhöhe erfordern. Was macht das mit unseren Landschaften?

Der Verbrauch von Flächen findet meist im Außenbereich von Kommunen statt, verbraucht also auf unbegrenzte Dauer Ackerfläche. Ist das gut für unsere Ernährungssicherheit in Zeiten von Klimawandel und geminderten Flächenerträgen? Wissen wir wirklich, worauf wir uns da einlassen, zumal sich Prognosen zufolge die Zahl der Rechenzentren in den nächsten 10 Jahren verdoppeln wird?

Das ist aber längst nicht alles an Problemfeldern im Zusammenhang mit Rechenzentren. Mehr dazu in den folgenden Beiträgen.


Anläßlich des geplanten Hyperscale-Rechenzentrum in Mehrum im Landkreis Peine hat sich unser Vorstandsmitglied Dr. Bernd Alt in einer persönlichen Beitragsserie mit dem Thema Rechenzentren und ihre Auswirkungen auf Natur und Umwelt auseinandergesetzt.

(Bild: kp yamu Jayanath via Pixabay)

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