Rundbrief 2026

22. April 2026 | AG Klimaschutz, Alexander von Humboldt Nationalpark, Amphibien, Artenschutz, Erneuerbare Energien, Familiengruppe NATURZEIT, Familiengruppe Naturzeit, Fledermäuse, Fliessgewässer, Fotovoltaik, Höversche Kippen, Klimaschutz, Klimaschutz, Kuba, Insekten, Insektenbündnis, Landwirtschaft, Lehrte/Sehnde, Mobilität, Moor, Moorschutz, Naturgarten, Nutzpflanzenvielfalt, OG Burgwedel/Wedemark, OG Pattensen, OG Wunstorf, Photovoltaik, Polymita, Vögel, Weißstörche, Wegeseitenränder, Wildkatze, Wasser

Inhalt

Liebe Freundinnen und Freunde des BUND,

Klimaschutz und Energiewende sind zwei Seiten derselben Medaille. Noch rechtzeitig vor der Bundestagswahl 2025 wurden in der Region Hannover die Weichen für beide Themen neugestellt. Denn die neue große Koalition mit der Energieministerin und Ex-Gaslobbyistin Reiche fällt eher durch eine rückwärtsgewandte Politik auf.

Umso wichtiger ist es, auf kommunaler und regionaler Ebene die Kräfte zu bündeln. BUNDler, Fridays-Gruppen, Energiegenossenschaften, andere Naturschutzvereine und Aktive sollten 2026 den Schulterschluss mit der Region Hannover suchen und sich bemühen die regionalen Klimaschutzziele durch vielfältige Maßnahmen verträglich umzusetzen.

Die geplante Stilllegung des Steinkohle-Heizkraftwerks von Enercity wird nur durch den regionalen Ausbau erneuerbarer Energien zu kompensieren sein. Dafür ist der Ausbau der Windenergie ebenso entscheidend wie der von großen Freiflächen-PV-Anlagen und der massenhafte Zubau von Dachsolaranlagen. Um die benötigten Investitionen in Millionenhöhe auszulösen, hat sich die Klimaschutzagentur Region Hannover neu aufgestellt und steht als unser Partner bereit. Windkraftanlagen sollten auf den im Regionalen Raumordnungsprogramm festgelegten Vorrangflächen und mit modernen Abschalteinrichtungen zum Schutz von Vögeln und Fledermäusen errichtet werden. Die lokale Bevölkerung muss eingebunden werden und von neuen Anlagen profitieren können.

Beim Thema Freiflächen-PV können wir BUNDler unsere Kompetenz in der Vor-Ort-Planung einbringen – etwa bei der Integration in den Biotopverbund oder einem naturverträglichen, standortangepassten Ausbau. Angestrebt werden sollte ein Doppelnutzen: Zum Beispiel durch Agri-PV mit Obst- oder Gemüseanbau oder bei Freiflächen-PV mit Blühwiesen heimischer Wildarten zur Förderung der massiv schrumpfenden Insektenvielfalt.

Im Norden der Region liegt mit dem ab 2026 zehn Jahre laufenden Life-RePeat-Projekt zur Wiedervernässung von drei Mooren für uns ein Schwerpunkt, bei dem Klima- und Artenschutz Hand in Hand gehen. Immer mehr BUND-Mitglieder arbeiten ehrenamtlich in der freien Natur, um Moore zu entkusseln und dadurch ihre Regeneration zu ermöglichen. 18 Prozent der regionalen Treibhausgase entstehen aus denaturierten Hochmoorflächen! „Moor muss nass“ bleibt zentral für wirksamen Klimaschutz.

Bodenschutz ist immer auch Klimaschutz: Durch schonende Bewirtschaftung von Äckern wird Humus aufgebaut, der in den Böden Kohlenstoff bindet. Das Gleiche gilt für Hecken und Agroforststreifen, die zudem die Äcker vor Erosion und Austrocknung schützen.

Unser Highlight in diesem Jahr: In Hannover-Linden eröffnen wir das BUND-Klimabüro, um Bürgerinnen und Bürger über den Klimawandelund seine Folgen für Mensch und Umwelt zu informieren und zu klima-, umwelt- und gesundheitsbewusstem Handeln sowie zur Schaffung vieler kleiner grüner Oasen zu motivieren.

Gemeinsam können wir 2026 für Mensch und Natur in der Region Hannover einen existenziellen Beitrag leisten!

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