Zur Untermiete in der Pferdebox: Fast fertige Rauchschwalbenjungen warten auf Futter.
(Sabine Littkemann)
Vom regen Schwalbenleben konnten sich die rund 20 Teilnehmer*innen der Fahrradexkursion zu Schwalben und Mauerseglern am Abend des 16. Juli selbst ein Bild machen. Bei kühlen 15 Grad sausten die Mehlschwalbeneltern in kurzem Takt zu ihren Jungen in den Nestern an zwei Gebäuden des Reitervereins Hannover in Vahrenwald – rund 50 Naturnester hat Uwe Vahldieck in diesem Jahr in der Kolonie gezählt. „Das ist sensationell“, freute sich der Schwalbenexperte des BUND Region Hannover. Der fesselte seine Zuhörer*innen mit spannenden Infos aus dem Leben der Schwalben und natürlich auch über das, was den sympathischen Vielfliegern und Gebäudebrütern das Leben schwer bis unmöglich macht: Verlust von Brutplätzen durch Gebäudesanierungen, mutwilliges Zerstören von Nestern, der Rückgang ihrer Nahrungsgrundlage, der Insekten, und last but not least das Fehlen von lehmigen Pfützen, die sie für ihr Baumaterial benötigen. Daran soll es den Schwalben des Reitervereins zumindest nicht mangeln: Die Vereinsaktiven füllen nun für "ihre" Schwalben regelmäßig die von Uwe Vahldieck angelegte Lehmpfütze mit Wasser.
An den Mauerseglerniststätten im Stadtteil List waren an diesem Abend aufgrund der Kälte leider nicht sehr viele Segler zu beobachten. Immerhin konnte die Gruppe etliche in den letzten Jahren eingerichtete Nisthilfen besichtigen, von denen viele erfreulicherweise schon angenommen worden sind.