Renaturierung des Mühlengrabens bei Bissendorf gestartet

13. August 2025 | Artenschutz

Gemeinsame Pressemitteilung des Unterhaltungsverbandes Wietze, des Verschönerungs- und Naturschutzvereins Bissendorf e.V. und dem BUND Region Hannover

Im Bereich des Ereigniswaldes 2 südlich von Bissendorf haben Anfang August die Bauarbeiten zur Renaturierung des Mühlengrabens begonnen. Mit Einsatz eines Baggers werden verschiedene Maßnahmen zur naturnahen Entwicklung des Gewässers durchgeführt und damit der ökologische Zustand des Mühlengrabens nachhaltig aufgewertet.

 

Bissendorf, 13.08.2025. – Dr. Anja Löbbecke (Vorstand des Verschönerungs- und Naturschutzverein Bissendorf e.V.), David Gläsner (Gewässerkoordinator beim Unterhaltungsverband Wietze) und René Hertwig (Naturschutzreferent des BUND Region Hannover) freuen sich: Nach längerer Planungszeit ist es nun soweit - die Arbeiten zur Renaturierung des Mühlengrabens beginnen. Ziel des Projektes ist es, im Bereich des Ereigniswaldes 2 den Mühlengraben wieder in einen naturnahen Zustand zu versetzen. Auf den bisher begradigten Gewässerabschnitt sollen Initiale für die eigendynamische Entwicklung des Gewässers gelegt, Retentionsraum zur Abmilderung von Hochwasserspitzen geschaffen und das Naturerleben für die Besucher*innen des Ereigniswaldes gestärkt werden.

Damit dies gelingt, sind verschiedene Erd- und Wasserbauarbeiten vorgesehen. Neben der Anlage eines neuen, verlängerten Bachlaufes sollen Varianzen in der Breite und Tiefe des Bachbettes geschaffen und Strukturelemente aus Holz eingebaut werden. Die Planung und Konzeption hierfür hat der Unterhaltungsverband Wietze im Rahmen der Gewässerallianz Wietze, einer Kooperation des Unterhaltungsverbandes mit dem NLWKN, übernommen. Der Verschönerungs- und Naturschutzverein Bissendorf e.V. und der BUND Region Hannover unterstützen den Unterhaltungsverband Wietze bei der Konzeption, Planung und Durchführung des Projektes.

Die Umsetzung der Baumaßnahmen vor Ort erfolgt durch die Firma Peschke Containerdienst GmbH. Die Arbeiten werden voraussichtlich Ende August abgeschlossen. Die Kosten der Maßnahme betragen voraussichtlich 60.000 Euro und werden über Biodiversitätsmittel der Region Hannover, die Gewässerallianz Niedersachsen, die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung sowie über eine großzügige Spende an den BUND Region Hannover finanziert.

„Nach Abschluss der Arbeiten wird dann auch eine nächste Pflanzaktion für neue Ereigniswald-Bäume im November diesen Jahres möglich“, freut sich Anja Löbbecke. Der Ereigniswald darf nämlich nach erneuter Abstimmung mit dem Team Naturschutz der Region Hannover ab nun zu einer Streuobstwiese weiterentwickelt werden. Interessierte Baumpaten für Obstbäume, aber auch Flatterulmen für den Rand des Gewässers, finden bald weitere Informationen zur Anmeldung unter www.vnv-bissendorf.de.

Für Rückfragen:

René Hertwig, rene.hertwig@bund-region-hannover.de

BUND Region Hannover
Goebenstraße 3a 30161 Hannover
Tel.: 0511 / 660093
www.bund-region-hannover.de
E-Mail: info@bund-region-hannover.de

 

Das Projekt wird gefördert durch die Region Hannover, die Gewässerallianz Niedersachsen und die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung.

 

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