Am 8. Mai 2026 luden WESTprotest, BUND Region Hannover, ADFC Region Hannover und VCD KV Region Hannover e. V. zur Podiumsdiskussion ein. Im Fokus: die Kandidat*innen für die Wahl zur Oberbürgermeister*in und Regionspräsident*in. Rund 200 Gäste diskutierten mit Belit Onay (Bündnis 90/Die Grünen), Eva Bender (SPD), Mizgin Ciftci (Die Linke), Peter Karst (CDU) und Sinja Münzberg (Bündnis 90/Die Grünen) über die Zukunft der Mobilität in der Region Hannover.
Zentrale Fragen:
- Welche Verkehrspolitik vertritt jede*r Kandidat*in?
- Gibt es parteiübergreifenden Konsens für moderne Mobilität, der Blockaden überwindet und den Streit um Einzelmaßnahmen beilegt?
Nach einem Fachinput von Verkehrsplaner*innen wurde diskutiert über
- Velorouten / Radschnellwege
- Ausbau von Bus & Bahn
- den Westschnellweg
- lebenswerte Straßen und weniger Autoverkehr
In kleinen Arbeitsgruppen hatten alle Teilnehmer*innen die Möglichkeit, Fragen und Wünsche auf Karten zu notieren. Diese wurden teilweise im Plenum besprochen und später an die Kandidat*innen übermittelt.
O-Töne der Kandidat*innen
Belit Onay: „Das wichtigste Verkehrsprojekt nach der Wahl: Velorouten und Radschnellwege.“
Sinja Münzberg: „Es mangelt nicht an Beschlüssen, sondern an Umsetzung.“
Die Velorouten sollen fertig gestellt werden. Zudem ist der Ausbau von Radschnellwegen ins Umland geplant. Ein Fahrradparkhaus am Hauptbahnhof soll entstehen, und mehr Platz für umweltfreundliche Mobilität wird gefordert. Taskforce-Teams mit Beteiligung der Region und der Regionsgemeinden müssen eingesetzt werden.
Eva Bender: „Man muss den Alltag der Menschen in den Fokus nehmen.“
Der Fokus soll auf einem besseren ÖPNV liegen. Zudem wird eine Verbesserung bei der S-Bahn angestrebt, und die Verkehrspolitik soll alltagstauglich bleiben.
Peter Karst: „Die Dinge funktionieren hier nicht, weil sie nicht vom Ende her gedacht werden.“
Kritik an aktuellen Radprojekten wurde geübt. Gefordert wird mehr Fokus auf den ÖPNV statt auf den Radverkehr. Zudem bestehen Zweifel an der Umsetzung bestehender Maßnahmen.
Mizgin Ciftci: „Mehr Geld für Bus und Bahn statt für mehr Autoverkehr.“
Gegen den Ausbau des Westschnellwegs wird Stellung bezogen. Gefordert werden weniger Autoverkehr sowie mehr Unterstützung für Bus und Bahn.
Dabei wurde deutlich: Die Ziele der Verkehrswende sind vielerorts beschlossen - bei der Umsetzung gibt es aber große Unterschiede.
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Die AG Mobilität des BUND Region Hannover ist eine Plattform für alle, die sich für eine nachhaltige Verkehrswende einsetzen wollen. Unser Ziel ist es, Mobilität so zu gestalten, dass sie umweltfreundlich, sozial gerecht und naturschonend ist.
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Wir treffen uns einmal im Monat, um Ideen auszutauschen, Kampagnen zu planen und gemeinsam Strategien zu entwickeln. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, mitzumachen – ob mit Fachwissen, kreativen Ideen oder einfach nur der Motivation, etwas zu bewegen!
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Kontakt: Ralf Mannstedt ralf.mannstedt(at)bund.net
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Bilder der Podiumsdiskussion „Verkehrspolitik: Es geht auch anders?!“ vom 8. Mai 2026