BUND begrüßt Empfehlungen des Bürgerrats zum Westschnellweg

09. Juli 2025 | Mobilität

Hannover, 09.07.2025 - Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Region Hannover begrüßt die Empfehlungen des Bürgerrats zur Modernisierung des Westschnellweges. Der Bürgerrat, bestehend aus 35 zufällig ausgewählten Bürgerinnen und Bürgern der Region, hat sich für eine Modernisierung des Westschnellwegs im Einklang mit den Klimazielen sowie dem Umwelt- und Naturschutz ausgesprochen. Auch empfiehlt der Bürgerrat, die jetzt genutzte Fläche nicht zu vergrößern und die Fahrspuren nicht zu verbreitern.

Dazu Jonas Henatsch, Vorstandsmitglied der BUND-Kreisgruppe Region Hannover: „Wir betrachten die vom Bürgerrat formulierten Grundsätze und Empfehlungen als Bestätigung unserer Positionen zur Sanierung des Westschnellwegs, wonach die Brücken erneuert werden müssen, ohne die Straße zu verbreitern. Insbesondere stimmen wir den vom Bürgerrat formulierten Grundsätzen zu, dass die Sanierung nicht zulasten der Klimaziele und des Natur- und Umweltschutzes gehen darf. Neben der Strecke befinden sich unzählige Bäume und Naturräume, die vielen Lebewesen ein Zuhause bieten, das Mikroklima vor Ort positiv beeinflussen und außerordentlich bedeutsam für die Frischluftzufuhr in Linden-Limmer sind. Ferner halten wir die Empfehlung des Bürgerrates für überzeugend, für einen Rückgang des motorisierten Individual-verkehrs zu planen und stattdessen den ÖPNV sowie das Fuß- und Radverkehrsnetz auszubauen, um die Klimaziele nicht zu gefährden“.

Die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (NLStBV) und das Verkehrsministerium hatten nach der teils harschen Kritik rund um den Südschnellweg im Vorfeld der Brückensanierungen am Westschnellweg eine wertvolle Bürgerbeteiligung ins Leben gerufen. „Auch und gerade deshalb fordern wir die NLStBV und den neuen Verkehrsminister Grant Hendrik Tonne dazu auf, die Arbeit des Bürgerrats ernst zu nehmen und auf eine kostenintensive Verbreiterung des Westschnellweges zu verzichten“, so Henatsch weiter.

Nach Ansicht des BUND Region Hannover und des Bündnisses Westprotest ist es möglich, den Westschnellweg nicht nach Autobahnstandard, sondern nach den Richtlinien für die Anlage von Stadtstraßen (RASt) zu modernisieren. Dadurch wären schmalere Fahrspuren möglich. Um den Verkehr flüssig zu halten und das Unfallrisiko zu verringern, könnte eine Höchstgeschwindigkeit zum Beispiel von 50 km/h oder ein intelligentes Verkehrsleitsystem eingeführt werden, das den Verkehr je nach Belastung steuert und Staus vorbeugt.

 

Kontakt:
Jonas Henatsch
Tel.: 01577 891 678 6

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