Bündnis mEin Maschpark fordert Umsetzung der demokratisch beschlossenen Umgestaltung

28. Juni 2026 | Mobilität

Luftbild vom Maschpark hinter dem Rathaus in Hannover Maschpark mit Culemannstraße in Hannover  (Google Earth / Google Earth)

Der Planungsentwurf zum Projekt „Maschpark und Leineufer wiedervereint“ befindet sich derzeit im Beratungslauf. Am 22.06.2026 hat bereits der Stadtbezirksrat Mitte zugestimmt. Am Montag, den 29.06.2026, wird im Ausschuss für Umweltschutz, Klimaschutz und Grünflächen abgestimmt.

Aktuell wird die in 2024 getroffene Projektentscheidung von CDU, FDP sowie der IHK kritisiert (siehe HAZ-Artikel vom 15.06.2026). Die kritisierenden Parteien übersehen dabei, dass die Vorteile nach dem Verkehrsgutachten vom August 2024 überwiegen. Die Nachteile stellen sie nun überhöht dar.

mEin Maschpark *, eine Initiative verschiedener zivilgesellschaftlicher Organisationen, fordert in einem offenen Brief die demokratischen Fraktionen im Rat der Stadt Hannover dringend auf: "sich dafür einzusetzen, dass der demokratisch erwirkte Beschluss zum Umbau der Culemannstraße nicht wieder in Frage gestellt, sondern zügig umgesetzt wird!"

Das Projekt schafft mehr Lebensqualität: Weniger Beton und Asphalt, mehr Grün sowie entsiegelte Flächen sorgen für kühlere Temperaturen, besseren Wasserrückhalt und einen Beitrag zum Hochwasserschutz. Zugleich wird der Maschpark als grünes Herz Hannovers gestärkt und das Leineufer als attraktiver Ort zum Spazierengehen, Flanieren, Entspannen, für Kultur und Gastronomie weiter aufgewertet.

Für die oben genannte Sitzung am 29.06.2026 liegt ein Antrag der FDP-Ratsfraktion vor, die als Übergang geplante Einbahnstraßenregelung als Dauerlösung zu belassen. Ein gleichlautender Antrag wurde in der Sitzung des Stadtbezirksrat Mitte am 22.06.2026 abgelehnt.

Dieser Antrag gibt die Fakten nicht in allen Punkten korrekt wieder. So wird behauptet, dass die Kreuzung Willy-Brandt-Allee vollkommen überlastet sein würde, was lange Staus erzeugen würde. Das Verkehrsgutachten prognostiziert eine gewisse Verlängerung der Wartezeiten und eine höhere Belastung anderer Straßen durch die neue Verkehrsführung, hält diese aber für durchaus zumutbar.

Mittelfristig wird es sogar zu einer Entlastung kommen: Der Verkehrsentwicklungsplan 2035+ sieht eine Reduzierung des PKW-Verkehrs bis 2035 um 50% gegenüber 2002 vor.

Für Rückfragen: Ralf Mannstedt, BUND Region Hannover, Tel. (0160) 904 313 09, ralf.mannstedt(at)bund.net
*Die Unterzeichner: ADFC Stadt Hannover, BUND Region Hannover, Fuss e. V. Ortsgruppe Hannover, Grandparents4Future Hannover, Psychologists / Psychotherapists for Future und VCD Region Hannover

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