BUND Region Hannover

Kein Abriss des alten Postcheckamts gefordert!

29. November 2021 | Bauen, Begrüntes Hannover, Erneuerbare Energien, Energie, Klimaschutz, Klimawandel, Nachhaltigkeit, Ressourcen & Technik, Stadtentwicklung, Technischer Umweltschutz

BUND fordert Stopp der Abrissplanungen für altes Postscheckamt und Überprüfung der Klimaneutralität des geplanten Neubaus

BUND fordert Stopp der Abrissplanungen für altes Postscheckamt und Überprüfung der Klimaneutralität des geplanten Neubaus

Hannover, 29.11.2021. Soll das ehemalige Postscheckamt in Hannovers Innenstadt abgerissen und umgebaut werden? Die öffentliche Diskussion um Abriss, Neu- oder Umbau hat begonnen. Der BUND Region Hannover fordert in diesem Zusammenhang den Stopp geplanter Abbrucharbeiten, bis Untersuchungen und Planungen ergeben haben, dass eine Neubebauung mit Wohn- und Büroflächen klimaneutral erfolgen kann. Dabei bezieht sich der BUND auf Äußerungen des MERAVIS Geschäftsführer, Herrn Herter,  der in der HAZ vom 17.11.2021 erklärte, mit dem Bau auch Klimaneutralität erreichen zu wollen.

„Das muss aus der Planung hervorgehen und durch ein unabhängiges Büro überprüft werden“, fordert Dr. Bernd Alt, der beim BUND Region Hannover die Arbeitsgruppe Stadtentwicklung leitet. Es reiche heute nicht mehr aus, mit ein paar Solarzellen und einer kleinen Windmühle auf dem Dach die Klimaziele von Paris im Blick zu haben. Es komme auf die Gesamtbilanz an, in der die C02-Emissionen und die Energie, die sogenannte „graue Energie“ bei der Herstellung der zu verwendenden Baustoffe genauso eingehen müsse wie der Energieverbrauch bei der späteren Gebäudenutzung.

Formulierte Ansprüche des Unternehmens, bei einem Neubau eine so genannte Stadtreparatur, Wohnraum, moderne Büroräume, die Erhöhung der Bruttogeschossflächen oder auch ein modernes Mobilitätskonzept einzurichten, sind für den BUND-Vertreter nicht zwangsläufig an einen Neubau gekoppelt. „All das ist auch bei einem Umbau des Bestandsgebäudes machbar,“ so Dr. Bernd Alt. „Architekten hätten eben nicht nur gelernt, auf einem weißen Blatt Papier zu planen, sondern auch im Rahmen eines Umbaus interessante und überzeugende Lösungen zu schaffen.“

In einer Zeit dramatisch fortschreitenden Klimawandels, der auch vor Hannover nicht Halt macht und auf der Nordhalbkugel schon die 1,5 Grad überschritten hat, müssten alle kommunalen Aktivitäten zur Eindämmung der Erderwärmung von höchster Priorität sein.

„Sollte Hannover den Klimanotstand ausrufen, wie es einige Bezirksräte schon getan haben und damit den rund 70 Städten in der Republik folgen, ist der Nachweis der Klimaneutralität obligatorisch“, fasst Gerd Wach, Vorsitzender des BUND Region Hannover die Forderungen des Umweltverbandes zusammen. Der BUND erwartet jetzt, dass die Bauverwaltung ebenfalls Position bezieht.

Rückfragen:

Gerd Wach, Tel. 70038247 oder per Mai, mobil 0163 14 43 455

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