BUND Region Hannover

Projektstand

Wo steht das Projekt Anfang November 2021 – neun Monate nach Projektbeginn

Biene besucht Cosmea im essbaren Dschungel  (Anke Bischoff)

Zwischenergebnis

Anfang November 2021 resümieren die Gartenkosmonauten als erste Pilot-Kleingartenpatenschaft von zwei Kitas und einem KGV im Stadtteil Burg, dass sie es trotz Hürden gut durch das zweite Pandemiejahr geschafft haben und in „in jedem Fall“ weiter machen wollen. Gleichzeitig fängt ihr Erfolg an, auszustrahlen: zwei weitere Kleingartenpatenschaften stehen in den Stadtteilen Linden und List in den Startlöchern – mit einer Kita und einer Kinderladen-initiative, die lieber gestern als morgen loslegen würden. Das ist ein großartiges Projekt-Zwischenergebnis, denn der Weg zu einer Kleingartenpatenschaft ist in diesen Zeiten noch kein geebneter, vor allem nicht für die Kleingärtnervereine (KGV).

Herausforderungen

So sind KGV durch eine Kleingartenpatenschaft gefordert, ihr vertrautes Terrain der Verpachtung von Kleingärten für eine ausschließlich private Nutzung zu verlassen und sich auf eine neue Nutzungsform und damit verbundene Pionierarbeit im eigenen KGV einzulassen. Was einen beherzten Vorstoß an dieser Stelle Neuland zu wagen zusätzlich behindern kann, ist der Umstand, dass viele der KGV-Vorstände Überlastung bereits in dem „Alltagsgeschäft“ ihres Ehrenamts erfahren. Entwickeln sie nichts desto trotz Interesse an einer Kleingartenpatenschaft im eigenen KGV, sind sie im nächsten Schritt mit einer Randerscheinung der Corona-Zeit konfrontiert: durch eine rapide nach oben geschnellte Gartennachfrage müssen sie sich in der Regel über lange Wartelisten mit Bewerbern hinwegsetzen und dies dann auch ihren Mitgliedern gegenüber vertreten können.

Rückenwind für rollende Steine

Dass zwei neue Kitas trotz dieser widrigen Umstände aktuell in den Startlöchern stehen und jeweils konkrete Aussicht auf einen Garten haben, zeigt, was für große Steine, Vereinsvorstände gerade dabei sind, ins Rollen zu bringen. Maßgeblich dazu beigetragen hat der direkte Kontakt und der direkte Austausch mit den motivierten und engagierten Pädagog*innen aus den beiden Kitas. Rückenwind gibt es für beide Seiten außerdem von einer Reihe hannoverscher Institutionen, die bereits im Hintergrund wirken. Darunter ist das Schulbiologiezentrum Hannover, OVENS Baumpflege, der Innerwheel Club Hannover Maschsee oder die Schlütersche Verlagsgesellschaft GmbH. Was sie teilen, ist der gemeinsame Wunsch, nach und nach immer mehr  hannoverschen Kita-Kindern unterschiedlichster sozialer und kultureller Hintergründe, den Zugang zu einer Kleingartenpatenschaft zu ermöglichen.

Die Bewährungsprobe, dass Kleingartenpatenschaften in Hannover auf fruchtbaren Boden stoßen, ist geschafft.

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