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Liebe Freundinnen und Freunde der Erde!

Die Empfehlungen des Bürgerrats zur Sanierung des Westschnellwegs sind eindeutig: Die Klimaziele, die Anpassung an den Klimawandel sowie der Umwelt- und Naturschutz dürfen nicht beeinträchtigt werden. Es sollen keine zusätzlichen Flächen verbraucht werden. Der motorisierte Individualverkehr soll reduziert und das ÖPNV-, Fuß- und Radverkehrsnetz attraktiver gestaltet werden. Wird die Politik die Stimme der Bürger ernst nehmen und danach handeln? Hoffnung für viele Bäume, die den Westschnellweg säumen.

Passend dazu geht es in einer Tagung der Diakonie Hannover um „Eigene Rechte für die Natur“.

Die weiteren Themen in diesem Newsletter:

  • Mühlengraben in Bissendorf: Renaturierung startet!
  • Flow-Projekt: "Bürgerwissenschafter*innen" im Einsatz für den Gewässerschutz
  • Glücks- oder Dreckbringer? Ein Plädoyer für Schwalben
  • Erfassung von Schlafmäusen: Die Region bittet um Mithilfe
  • Online-Umfrage: Wie klingen Hannover´s Grünflächen
 
Westschnellweg: BUND begrüßt die Empfehlungen des Bürgerrats

Wir begrüßen die Empfehlungen des Bürgerrats zur geplanten Sanierung des Westschnellwegs. Der Bürgerrat spricht sich für eine Modernisierung im Einklang mit Klima-, Umwelt- und Naturschutz aus – ohne Verbreiterung der Straße und ohne zusätzlichen Flächenverbrauch. Damit bestätigt er zentrale Forderungen des BUND. 

Besonders begrüßen wir die Empfehlung, den motorisierten Individualverkehr zu reduzieren und stattdessen den ÖPNV sowie den Fuß- und Radverkehr auszubauen.

Jetzt sind die Landesbehörde für Straßenbau (NLStBV) und Verkehrsminister Tonne gefordert, die Vorschläge des Bürgerrats ernst zu nehmen und auf einen autobahnähnlichen Ausbau zu verzichten. Der BUND fordert eine Sanierung nach Stadtstraßen-Standards – umweltverträglich, platzsparend und zukunftsorientiert!

Zu unserer Pressemitteilung


Hast Du Interesse, die Verkehrswende in Hannover mitzugestalten? 

Die AG Mobilität des BUND Region Hannover ist eine Plattform für alle, die sich für eine nachhaltige Verkehrswende einsetzen wollen. Unser Ziel ist es, Mobilität so zu gestalten, dass sie umweltfreundlich, sozial gerecht und naturschonend ist. Mehr Informationen & Kontakt

DiaCampus Tagung: "Eigene Rechte für die Natur" vom 02. - 04.10.2025

Rechte für die Natur- Ein notwendiges Instrument zur Rettung unserer Lebensgrundlagen
Eine Tagung von DiaCampus - Diakonische Gesellschaft für Bildung und Begegnung

Artensterben, Klimawandel und globale Vermüllung sind Folgen der Wachstums- und Gewinnlogik unserer Produktions- und Lebensweise. Sie zerstört die Grundlagen ihres eigenen Überlebens: Landschaft, Wildnis, Natur. Weltweit gehen verschiedenste Akteur*innen gegen diese Bedrohung vor, indem sie der Natur eigene, einklagbare Rechte verleihen. Damit soll eine „juristische Waffengleichheit“ zwischen ökonomischen Interessen und dem Lebensinteresse der Natur (also auch der Menschen) hergestellt werden.

Die Tagung befördert den weltweit geführten juristischen und politisch-ökologischen Diskurs über die Rechte der Natur auch in Deutschland weiter.
Mehr dazu hier im Flyer der Veranstaltung.

Mühlengraben bei Bissendorf: Renaturierung startet!

Noch verläuft der Mühlengraben bei Bissendorf ganz gerade durch die Landschaft. Doch Anfang August ist es nun endlich soweit: Die Arbeiten zur Renaturierung beginnen. In einem Abschnitt soll der Mühlengraben wieder in einen naturnahen Zustand versetzt werden. Durch die Umsetzung verschiedener wasserbaulicher Maßnahmen werden Initiale für die eigendynamische Entwicklung des Gewässers gelegt. Gleichzeitig sollen Retentionsraum geschaffen, Hochwasserspitzen abgemildert sowie das Naturerleben im Zusammenhang mit dem angrenzenden Ereigniswald gestärkt werden.

Das Projekt können wir Dank einer großzügigen Privatspende und mit finanzieller Unterstützung der Region Hannover, der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung sowie der Gewässerallianz Niedersachsen in Zusammenarbeit mit dem Unterhaltungsverband Wietze und dem Verschönerungs- und Naturschutzverein Bissendorf e.V. umsetzen.

„FLOW-Projekt“ - BUND Ortsgruppe Burgwedel-Wedemark gemeinsam mit „Wald macht stark! e.V.“ für Gewässer im Einsatz

FLOW ist ein Citizen Science-Projekt zum ökologischen Monitoring kleiner Fließgewässer. Ziel des FLOW-Projekts ist es, gemeinsam mit interessierten Bürger*innen den ökologischen Zustand kleiner Bäche zu untersuchen und zu bewerten.

Dieses erste gemeinsame FLOW-Projekt wurde am 27.5.25 mit insgesamt sieben Bürgerwissenschaftler*innen zur Wassergütebestimmung an der Wulbeck, unterhalb des Oldhorster Moores zwischen Oldhorst und Schillerslage durchgeführt.

In Abstimmung mit der unteren Naturschutzbehörde und mit Unterstützung von Diplom-Biologin Renate Schmidtke konnten zahlreiche Untersuchungen durchgeführt werden, die eine Untersättigung von Sauerstoff und einen hohen Ammoniumgehalt aufzeigten. Beides deutet auf einen hohen Eintrag organischer Substanzen hin. Beim Abbau dieser Substanzen wird viel Sauerstoff verbraucht. Bei Sauerstoffmangel im Gewässer, sterben viele Lebewesen.

Ariane Raguse von Wald macht stark! e.V.: „Wir möchten mit dem FLOW Projekt nicht nur das Bewusstsein für die Bedeutung von Wasser erweitern, wir möchten auch gemeinsam ins Handeln und in den Austausch kommen.“

Zum ausführlicheren Bericht von Ariane Raguse und Richard Kaske geht´s hier.

Du hast Interesse Dich bei weiteren Projekten zu Gewässeruntersuchungen einzubringen? Melde Dich gerne bei Claudia Gundert-Fröhlich unter burgwedelwedemark@bund-region-hannover.de oder bei Wald macht stark! unter info@waldmachtstark.de.

Schwalben: Glücks- oder Dreckbringer?

Ein Plädolyer für Schwalben
Susanne Wondollek im Gespräch mit Uwe Vahldieck

Im Altertum wurden sie als heilig verehrt, im Mittelalter schätzte man sie als Beschützer und Glücksbringer. Bis weit ins 20. Jahrhundert standen sie für Freiheit, Treue und Loyalität. Und immer schienen sie die Wärme und den Sommer mit sich zu bringen: die Schwalben...

Hier geht es zum ganzen Artikel aus "Struppi" 02/2025 dem Magazin des Tierschutzverein Hannover.

Sieben- oder Gartenschläfer gesichtet? Bitte melden!

Der Fachbereich Umwelt der Region Hannover bittet um Unterstützung bei der Erfassung von Sieben- und Gartenschläfern.

Bei Sichtungen schickt bitte eine Meldung mit genauer Verortung an naturschutz@region-hannover.de.

Die Region hat dazu einen Erfassungsbogen zur Verfügung gestellt, der hier runtergeladen werden kann. Laut Begleitschreiben reichen genaue Ortsangaben mit einer Karte oder Koordinaten aus dem Handy.

Online-Umfrage: Wie klingen Hannover´s Grünflächen

Die Leibniz Universität Hannover möchte herausfinden, wie Menschen die Geräusche auf den Grünflächen der Stadt erleben.

Sie bittet darum bei ihrer Online-Umfrage mitzumachen. Die Umfrage ist kartenbasiert und dauert ca. 15 Minuten.
Als Dankeschön werden zwei Präsentkörbe im Wert von je 25 Euro verlost!

Hier geht’s zur Umfrage:
https://app.maptionnaire.com/q/hannover-soundscapes

Kommende Veranstaltungen im Überblick

August
02. August | Butjerfest in Linden
06. August | Exkursion zur Wietze in Isernhagen Süd
10. August | BUND Nutzpflanzen - Vielfaltsacker erleben
13. August | BUND-Naturdetektive: Keschern - Auf den Spuren der Wassertiere
17. August | Klimatag der FutureKidz in Sehnde
21. August | Exkursion zum Godshorner Graben
24. August | Exkursion: Salzpflanzen an der Fösse in Hannover-Badenstedt
30. August | De-Haen-Platz-Fest
30. August | Apfelfest und Apfelsaftmosterei in Ahlten

ZU ALLEN TERMINEN

Die Erde braucht Freunde! Die BUND Kreisgruppe Region Hannover finanziert sich aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden. Bitte unterstützen Sie uns. Vielen Dank!

 
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